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Geschichte

Geschichte der Feuerbestattung

Die Feuerbestattung war neben der Erdbestattung seit der Frühzeit auf der ganzen Welt in vielen Kulturen als Abschiedsritual gebräuchlich. Die Asche wurde verstreut oder aufbewahrt. Auch in Mitteleuropa waren Feuerbestattungen üblich. Erst mit der Christianisierung wurde die Verbrennung eines Menschen herabgewürdigt, da der Leichnam am Tag der Auferstehung vollkommen sein sollte. Ein Verbot wurde im Jahre 789 von Karl dem Großen erlassen, die einzige erlaubte Bestattungsform war nun die Erdbestattung auf dem Friedhof. Erst im 19. Jahrhundert wurde das Thema in Europa durch das zunehmende Wissen um den Zusammenhang von Krankheiten und Hygiene aber auch aus ökonomischen Gründen wieder diskutiert. Das Bestattungswesen ging in dieser Zeit zunehmend in die Verantwortung der Kommunen über. Das erste Krematorium in Deutschland wurde 1878 in Gotha gebaut, es folgten Heidelberg und Hamburg in den Jahren 1891 und 1892. Eine Verbreitung der Feuerbestattung fand jedoch nur langsam statt. Im Jahr 1934 wurden die Erd- und Feuerbestattung vom Gesetzgeber gleichgestellt. Bereits seit 1920 duldete die evangelische Kirche die Feuerbestattung, die katholische Kirche ging diesen Schritt erst 1963. 

Dennoch nahm der Anteil an Feuerbestattungen kontinuierlich zu und ist in Deutschland heute eine ausnahmslos anerkannte und bevorzugte Bestattungsart. Der Anteil der Feuerbestattungen stieg seit den 1960er Jahren von 10% auf heute circa 70%.

 

90 Jahre Krematorium Bielefeld -
Geschichte des Krematoriums auf dem Sennefriedhof

 

1925 Feuerbestattungsvereine Bielefeld

1925 fand die Gründung von zwei Feuerbestattungsvereinen in Bielefeld statt. Damit war die gesetzliche Grundvoraussetzung zum Bau eines Krematoriums erfüllt.


1927 Baugenehmigung für das erste Bielefelder Krematorium

1927 beschloss der Magistrat den Neubau eines Krematoriums auf dem Sennefriedhof in Angrenzung an die 1913 erbaute Alte Kapelle.


1929 Inbetriebnahme des Krematoriums

1929 fand am 1. April die erste Einäscherung auf dem Sennefriedhof statt. Das Krematorium hatte nur einen Ofen, der mit Koks befeuert wurde.


1968 ein zweiter Ofen wird gebaut

1968 wurde das Krematorium auf zwei Öfen erweitert, die Befeuerung wurde von Koks auf Öl umgestellt.


1987 Umstellung auf Erdgas

1987 erfolgte die Energieumstellung von Erdöl auf das umweltfreundlichere Erdgas.


1997 Grundsteinlegung des neuen Krematoriums

1997 wurde die Planung eines neuen Krematoriums in Auftrag gegeben. Am 9. Oktober 1997 wurde bereits der Grundstein für das heutige Krematorium gelegt, dass zu einem der modernsten und umweltfreundlichsten Krematorien Deutschlands gehört. Das alte denkmalgeschützte Krematoriumsgebäude gehört seitdem weiterhin zum Krematorium Bielefeld. Es wurde den Anforderungen entsprechend umgebaut.


1999 Das neue Krematorium nimmt den Betrieb auf

Am 15. März 1999 nahm das Neue Krematorium seinen Betrieb auf. Es wurde mit drei Öfen ausgestattet. Die ebenfalls 1999 gegründete Krematorium Bielefeld Betriebs GmbH ist seitdem für den Betrieb verantwortlich. 


2008 Siegel Kontrolliertes Krematorium

2008 erhielt das Krematorium Bielefeld als erstes Krematorium bundesweit das Siegel "Kontrolliertes Krematorium". Die Anforderungen an Pietät und Umweltschutz zur Erlangung des Siegels sind in einer Richtlinie des Arbeitskreises Kommunaler Krematorien im Deutschen Städtetag festgehalten und werden regelmäßig überprüft.

Das Krematorium Bielefeld heute – Planung einer Erweiterung

Das Bielefelder Krematorium liegt besonders schön und würdevoll auf dem Sennefriedhof in unmittelbarer Nähe zur Alten Kapelle. Unser geschultes Mitarbeiterteam versichert eine respektvolle und kompetente Begleitung auf dem letzten Weg. Technisch ist das Krematorium Bielefeld auf dem höchsten Stand und erfüllt die Anforderungen an neueste Umweltrichtlinien. Die vom Gesetzgeber festgelegten Grenzwerte werden deutlich unterschritten.
Die Entwicklung einer kontinuierlichen Zunahme der Feuerbestattungen spiegelt sich auch im Krematorium Bielefeld. Das vor 20 Jahren neu gebaute und mit drei Öfen ausgestattete Krematorium ist mittlerweile an seiner Auslastungsgrenze angekommen. Aktuell laufen die Planungsverfahren zum Ausbau des Krematoriums um zwei weitere Öfen.