Häufige Fragen zum Krematorium

Wird durch den Betrieb eines Krematoriums die Umwelt belastet?

Krematorien unterliegen den strengen Vorschriften des Bundesimmissionsschutzgesetzes und den VDI-Richtlinien. Auch die Sargindustrie unterliegt Umweltvorschriften, so dass nur Stoffe zum Einsatz gebracht werden dürfen, von denen keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt zu erwarten sind. Bei der Einäscherung möglicherweise freigesetzte Schadstoffe werden bei den hohen Temperaturen fast völlig vernichtet. In der Nachverbrennung werden bei Temperaturen von weit über 850 °C belastende Stoffe neutralisiert bzw. bei der Rauchgasfilterung vernichtet.


Wie lange dauert es, bis eine Einäscherung vollzogen ist?

Wenn die gesetzlich vorgeschriebenen Papiere vorliegen, dauert es maximal zwei Tage, bis die Einäscherung vollzogen ist.


Was hat die „zweite Leichenschau“ zu bedeuten?

Bei der zweiten Leichenschau wird durch einen Amtsarzt des Gesundheitsamtes bestätigt, dass der Verstorbene eines natürlichen Todes gestorben ist. Erst nach der Feststellung des natürlichen Todes ist die Einäscherung statthaft.

Ist die Todesursache unklar oder liegt eine nicht natürliche Todesursache vor, führt die zuständige Polizeibehörde ein sogenanntes Todesermittlungsverfahren durch. In diesen Fällen darf die Einäscherung erst vorgenommen werden, wenn die Staatsanwaltschaft die Feuerbestattung schriftlich genehmigt hat. Wenn das Bestattungsinstitut dem Krematorium den Sarg übergibt, liegt in aller Regel diese Bescheinigung bereits vor. Die zweite Leichenschau braucht dann nicht mehr durchgeführt zu werden.


Darf ich die Urne meines Angehörigen zu Hause aufbewahren?

Nach dem nordrhein-westfälischen Bestattungsrecht müssen Urnen auf Friedhöfen beigesetzt werden. Deshalb ist es nicht zulässig, Urnen zu Hause aufzubewahren. Der Gesetzgeber erlaubt es den Familienangehörigen aber, die Urne beim Krematorium abzuholen und selbst zum Beisetzungsort zu bringen.


Kann ich einen Teil der Totenasche in ein Amulett abfüllen lassen?

Nach dem Bestattungsgesetz für Nordrhein-Westfalen muss die gesamte Asche eines Verstorbenen in der verschlossenen Urne beigesetzt werden. Diese Vorschrift dient der Totenruhe, die ebenfalls gesetzlich verankert ist. Einen Teil der Asche abzuzweigen ist nicht statthaft, da die Abfüllung in ein Amulett oder Medaillon keine Beisetzung ist und dadurch auch die Totenruhe gestört wird.


Was kann ich schon zu Lebzeiten tun?

Auf welche Art  eine Bestattung durchgeführt wird, richtet sich nach dem Willen des Verstorbenen. Besteht der Wunsch, nach dem Tode eingeäschert zu werden, so ist es ratsam, dies frühzeitig schriftlich niederzulegen. Die getroffene Wahl der Bestattungsart ist bindend. Liegt beim Eintritt des Sterbefalles eine solche Erklärung nicht vor, so entscheiden die nach dem Bestattungsgesetz dazu berechtigten Angehörigen über die Art der Bestattung. Auch dabei sind die Wünsche des Verstorbenen zu berücksichtigen, soweit sie z. B. aus mündlichen Äußerungen des Betroffenen zu entnehmen waren.

Es besteht auch die Möglichkeit, einen Bestattungsvorsorgevertrag abzuschließen, in dem sämtliche Details individuell festgelegt werden kann. Im Rahmen eines solchen Vertrages kann das Geld für die später entstehenden Kosten bereits treuhänderisch angelegt werden. Möchten Sie einen solchen Vertrag abschließen, können Sie sich an ein Bestattungsinstitut Ihrer Wahl wenden.


Ist für eine Einäscherung ein Sarg erforderlich?

Ja. Das wurde in der Betriebsordnung festgelegt. Hierfür gibt es einerseits technische Gründe: Der Sarg wird benötigt, damit der Verbrennungsprozess ordnungsgemäß, vollständig und zügig abläuft. Andererseits spielen auch Pietäts- und Hygienegründe eine wichtige Rolle.


Werden mehrere Särge gleichzeitig eingeäschert?

Nein. Jede Brennkammer kann immer nur einen Sarg aufnehmen. Erst wenn eine Einäscherung soweit vorangeschritten ist, dass sich keine Rückstände mehr in der Brennkammer befinden, ist eine erneute Zuführung eines Sarges möglich. Eine Vermischung von Totenaschen ist somit ausgeschlossen. Eine gemeinsame Einäscherung mehrerer Personen ist aber ohnehin gesetzlich verboten.

Unsere Einäscherungsöfen sind moderne und nach dem Stand der neusten Technologie ausgestattete Anlagen. Jede Kremation wird im Einäscherungsbuch genauestens protokolliert. Neben dem technischen Leiter überwacht die Systemsteuerung den gesamten Prozess der Einäscherung. Es findet also eine ständige qualifizierte Kontrolle statt.


Kann ich sicher sein, dass sich in der Urne wirklich die Asche meines Angehörigen befindet?

Absolut. Um jede Verwechslung auszuschließen, wird jeder Sarg mit dem Namen des Verstorbenen und einer Registriernummer versehen, unter der die Kremation im Einäscherungsverzeichnis geführt und die Daten des Verstorbenen gespeichert werden. Außerdem wird dem Sarg bei der Einäscherung ein feuerfester Schamottstein mit der gleichen Nummer beigegeben, der den gesamten Verbrennungsprozess mit durchläuft und anschließend mit in die Urne gegeben wird. Dadurch kann die Asche, wie vom Gesetzgeber gefordert, jederzeit – auch nach vielen Jahren – der konkreten verstorbenen Person zugeordnet werden.

Zusätzlich werden in den Deckel, mit dem die Urne dauerhaft fest verschlossen wird, der Name und die Lebensdaten des Verstorbenen, das Einäscherungsdatum, der Name der Feuerbestattungsanlage und die Registriernummer eingraviert.


Kann ein Verstorbener in Alltagskleidung eingeäschert werden?

Ja, soweit sie den Umweltbestimmungen in vollem Umfang entspricht. Der Bestatter kann hierzu im Einzelfall Auskunft geben.


Kann ich vor der Einäscherung noch einmal persönlich vom Verstorbenen Abschied nehmen?

Ja. Hierfür steht ein Raum zur Verfügung, in dem Familienangehörige am offenen Sarg in Ruhe vom Verstorbenen Abschied nehmen können. Wenn dieser Wunsch besteht, sollte uns dies frühzeitig mitgeteilt werden.


Kann ich den Zeitpunkt der Einäscherung erfahren?

Oft haben Familienangehörige den Wunsch, den Zeitpunkt der Einäscherung zu erfahren, damit sie während dieser Zeit des Verstorbenen besonders gedenken können. Diesem Wunsch kommen wir gerne nach und informieren die Familie oder den Bestatter über den Zeitpunkt der Einäscherung.


Kann man das Krematorium besichtigen?

Ja. Wir bieten kostenlose Führungen an, an der nach vorheriger Anmeldung bis zu 15 Personen teilnehmen können. Die Anmeldung können Sie auf dieser Webseite vornehmen.