Häufige Fragen zum Alten Friedhof

Was ist das Besondere am Alten Friedhof Jahnplatz?

Der Alte Friedhof nimmt wegen seiner historischen Bedeutung eine besondere Stellung unter den Friedhöfen in Bielefeld ein. Er ist ein Gesamtdenkmal von hoher stadtgeschichtlicher und kulturhistorischer Bedeutung. Im Jahr 1808 wurde er als überkonfessioneller Friedhof vor dem "Niederntor" angelegt. Viele bekannte Bielefelder Persönlichkeiten wurden dort bestattet. Auf dem Gelände befinden sich noch heute einige bemerkenswerte, historisch wertvolle Grabsteine aus der Zeit Anfang des 19. Jahrhunderts bis etwa 1870. Der historischen Bedeutungen wird zur Wahrung des Erscheinungsbildes und der Würde des Friedhofes in allen Belangen besonders Rechnung getragen.
Zur Geschichte des Friedhofes haben wir interessante Informationen zusammengestellt, die Sie hier nachlesen können.


Wer kann sich auf dem Alten Friedhof bestatten lassen?

Der Alte Friedhof steht für Urnenbestattungen allen Personen offen; sowie bei Erdbestattungen den Personen, die bei Eintritt des Sterbefalles Einwohner von Bielefeld waren oder ein Nutzungsrecht an einer Grabstätte erworben haben.


Können Grabstätten im Voraus erworben werden?

Ja. Sie können sich jederzeit in der Verwaltung der Friedhofs GmbH in der Brackweder Str. 70 beraten lassen. Natürlich ist auch eine telefonische Beratung möglich. Sehr gern wird die Möglichkeit wahrgenommen, sich nach vorheriger Terminvereinbarung mit einem Mitarbeiter der Friedhofs GmbH direkt auf dem Friedhof zu treffen. Dort können wir Ihnen den Friedhof zeigen, Ihre Fragen beantworten und Sie direkt über freie Grabstätten informieren.
Wenn wir Ihren Erwerbsantrag erhalten haben, erhalten Sie von uns eine Erwerbsurkunde, die Ihr Nutzungsrecht an der Grabstätte ausweist, und den dazugehörigen Gebührenbescheid.
Die reine Reservierung von Grabstätten, bei der die Nutzungszeit erst im späteren Fall einer Beisetzung beginnt, ist nicht möglich.


Muss ich jedes Jahr Gebühren für die Grabpflege bezahlen?

Nein. Wenn Sie eine Grabstätte erwerben, sind die Pflegegebühren für die gesamte Nutzungszeit bereits im Gebührenbescheid enthalten. Sie werden also im Voraus entrichtet.


Ich bin alleinstehend und habe niemanden, der sich später um die Pflege meines Grabes kümmern kann – was nun?

Die Grabstätten – wie auch der gesamte Friedhof – werden von einem Gärtnerei-Fachbetrieb regelmäßig gepflegt. Grabstätteninhaber und ihre Angehörigen brauchen also das Grab nicht selbst pflegen und können sich stets darauf verlassen, dass sich das Grab in einem sauber gepflegten Zustand befindet. Die Gebühren für die Grabpflege werden beim Erwerb der Grabstätte für die gesamte Nutzungszeit im Voraus entrichtet. Sie brauchen sich also in der Folgezeit keinerlei Sorgen um Ihre Grabstätte machen.


Gibt es auf dem Friedhof auch Grabstätten, die ich frei gestalten kann?

In den Grabfeldern, die mit Bodendecker (Efeu) bepflanzt sind, gibt es Bereiche, wo Sie auf der Grabstätte ein Blumenbeet nach Ihren Wünschen gestalten und bepflanzen können. Wenn Sie daran Interesse haben, helfen wir Ihnen gerne weiter. Lassen Sie sich am besten vor Ort von einem unserer Mitarbeiter beraten.


Was muss ich über die Errichtung von Grabmalen wissen?

Hier muss unterschieden werden:

Auf den Rasenfeldern sehen Sie überall Grabplatten in einheitlicher Form, Farbe und Größe. In diesen Bereichen sind diese Kissensteine vorgeschrieben, um dauerhaft ein einheitliches Erscheinungsbild zu haben und den Charakter des Friedhofs zu erhalten. Sie werden beim Kauf der Grabstätte mit erworben. Wenn Sie die Grabplatte beschriften lassen möchten, übermittelt die Friedhofs GmbH Ihre Wünsche an einen fest beauftragten Steinmetz, der Ihren Auftrag fachgerecht ausführt.

Auf Gräbern mit Efeubepflanzung können auch andere Grabmale errichtet werden. Die Friedhofssatzung enthält Regelungen zu möglichen Formen, Größen, Materialien und Oberflächenbearbeitungen. Sie können einen für den Alten Friedhof zugelassenen Steinmetz beauftragen, ein Grabmal zu entwerfen. Er wird dann diesen Entwurf als Grabmalantrag bei uns einreichen.


Auf welche Weise kann ich meine Grabstätte zusätzlich schmücken?

Für Grabschmuck sind spezielle Ablegeplatten erhältlich. Auf diese Platte können Sie eine Blumenschale stellen oder ein Grabgesteck legen. Die Ablage von Grabschmuck ist auf dem Alten Friedhof bewusst auf eine Schale oder ein Gesteck begrenzt worden, um den Denkmalcharakter des Friedhofs und sein Erscheinungsbild als innerstädtische Grün- und Erholungsanlage zu wahren.


Wie kann ich die Wasserstelle auf dem Friedhof bedienen?

Im Bereich der Friedhofskapelle gibt es eine Wasserstelle, die mit einem Schlüssel bedient wird. Jeder Nutzungsberechtigte erhält auf Wunsch kostenlos von der Friedhofsverwaltung einen Schlüssel.


Was wird für die Sicherheit auf dem Alte Friedhof getan?

Als der Alte Friedhof im Jahre 2000 wieder in Betrieb genommen wurde, wurde zunächst ein Zaun errichtet, der sich sowohl harmonisch in das Gesamtbild der Anlage einfügt, aber auch gleichzeitig die nötige Sicherheit bietet. Die Friedhofstore sind nachts verschlossen. Das Friedhofspersonal und ein zusätzlicher Wachdienst, der mehrmals täglich und auch nachts das Gelände bestreift, sorgen dafür, dass die vorgeschriebene Ordnung eingehalten wird. Diese Maßnahmen haben nicht nur dazu geführt, dass die Anlage von der Bevölkerung gut angenommen wird, sondern dass man sich dort auch entsprechend sicher fühlen kann.


Welche Bedeutung haben die Namenschilder, die sich auf den Kissensteinen an der Gedenksäule auf der Mittelwiese befinden?

Das sind die Namen von Personen, die auf dem Alten Friedhof anonym bestattet wurden. Die Familienangehörigen, die dies wünschen, haben hier einen Ort mit einem sichtbaren Zeichen, an dem Sie Ihres Verstorbenen in besonderer Weise gedenken und auch Blumenschmuck ablegen können.


Welche Ruhezeiten gelten auf dem Alten Friedhof?

Die Mindestruhezeit für Särge beträgt 25 Jahre; bei Urnen gelten 20 Jahre. Eine Verlängerung der Nutzungszeit ist bei Wahlgräbern natürlich jederzeit möglich.


Kann ich vor einer Trauerfeier oder Beisetzung noch einmal persönlich vom Verstorbenen Abschied nehmen?

Ja. Hierfür steht in der Kapelle ein Raum zur Verfügung, in dem Familienangehörige unter Betreuung des Bestatters am offenen Sarg in Ruhe vom Verstorbenen Abschied nehmen können. Wenn dieser Wunsch besteht, sollte uns dies frühzeitig mitgeteilt werden.